Mijo Ilicvon Mijo Ilic·Aktualisiert: · 3 Min. Lesezeit

Edelstahl ist eine Bezeichnung für rostfreie Stähle. Im Vergleich zu unlegierten Stählen haben sie einen deutlich besseren Korrosionsschutz. Legierungsbestandteile wie Chrom, Nickel und Molybdän verbessern die Korrosionsbeständigkeit enorm. Nichtrostende Stähle sind gegenüber vielen aggressiven Stoffen beständig und benötigen keinen Oberflächenschutz. Ab etwa 10,5 % Chrom bildet sich auf dem Stahl eine schützende Passivschicht. Bei Beschädigung bildet sich diese Passivschicht von selbst neu. Wegen der vielen chemischen und technischen Anforderungen gibt es über 100 genormte Edelstahlsorten. Der ausschlaggebende Fortschritt gelang 1912 in Deutschland: Durch die Kombination von Chrom und Nickel in Verbindung mit exakter Wärmebehandlung wurde erstmals ein nichtrostender Stahl in größerem Maßstab möglich.

V2A und V4A: die Werkstoffe im Shop

Unser V2A Drahtgeflecht ist aus dem Werkstoff 1.4301. Er eignet sich für normale Luft, Küche, Wohnbereich, Garten und Werkstatt. Unser V4A Drahtgeflecht ist aus 1.4401, der zusätzlich Molybdän enthält und dadurch beständiger gegen Salz und Chloride ist. Die punktgeschweißten Gitter gibt es aus 1.4301 und 1.4306.

Maschenweite, Drahtstärke und Mesh

Die Maschenweite ist die lichte Öffnung zwischen zwei Drähten, die Drahtstärke der Durchmesser des Drahtes. Mesh gibt an, wie viele Maschen auf einen Zoll (25,4 mm) kommen. Ein Beispiel: 0,4 mm Maschenweite bei 0,25 mm Drahtstärke ergibt 40 mesh. Dünner Draht lässt sich leichter biegen, dicker Draht ist stabiler.

Drei Edelstahl-Drahtgeflechte von grob bis fein nebeneinander, mit Messschieber und Stahllineal
Maschenweite messen: drei Drahtgeflechte mit Messschieber

Edelstahl für Gitter und Roste

Optimal für Gitter und Roste ist Edelstahl. Kaum ein anderer Werkstoff ist so beständig, ästhetisch und pflegeleicht. Diese Kombination von Eigenschaften macht Edelstahl auf Dauer besonders wirtschaftlich. Anders als feuerverzinkter Stahl braucht er keine Beschichtung, die mit der Zeit abplatzen kann.

Feinmaschiges Drahtgewebe als Insektenschutz und mehr

Feinmaschiges Drahtgewebe aus Edelstahl dient als Insektenschutz, als Fliegengitterfenster, als Insektenschutztür sowie Fliegengittertür. Das Gewebe ist gewebt und dadurch formbar. Wer ein besonders formstabiles Gitter braucht, greift zu punktgeschweißten Gittern. Es kommt förmlich überall zum Einsatz, wo Fliegen, Mücken, Bienen und Wespen nicht erwünscht sind. Natürlich kann man das feinmaschige Drahtgewebe aus Edelstahl auch im Stallbau für Hasen und Meerschweinchen und im Terrarienbau einsetzen. An Kunststofffenstern oder Aluminiumfenstern kommen sehr oft Spannrahmen zum Einsatz. Gemeint ist ein stabiler Aluminiumrahmen, in den ein Fliegengitter gespannt wird. Meist ist eine Anbringung dieser Rahmen ohne Bohren möglich. Zum Reinigen der Fenster sind diese leicht zu entfernen. Auch Wind und Wetter machen einem Edelstahlgitter wenig aus.

Es können auch Kellerfenster oder Lichtschächte vor Eindringlingen wie Ratten oder Mäusen gesichert werden. Durch eine Kellerschachtabdeckung aus Drahtgeflecht gelingt dieses, und die Kellerräume werden trotzdem weiter mit Luft versorgt. Ein positiver Effekt ist zusätzlich, dass der Kellerschacht frei von Laub und Ungeziefer bleibt.

Anwendungsbeispiele

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen V2A und V4A?

V2A (Werkstoff 1.4301) ist der Standard-Edelstahl für Haus, Garten und Werkstatt. V4A (1.4401) enthält zusätzlich Molybdän und ist beständiger gegen Salz und Chloride.

Was bedeutet „mesh“ bei Drahtgeflecht?

Mesh ist die Zahl der Maschen pro Zoll (25,4 mm). Je höher die Zahl, desto feiner das Geflecht: 40 mesh entspricht etwa 0,4 mm Maschenweite bei 0,25 mm Draht.

Rostet Edelstahl-Drahtgeflecht?

Nein, Edelstahl ist nichtrostend und braucht keine Beschichtung. Für salzhaltige Umgebungen empfiehlt sich V4A.